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Dies sind die Logbucheinträge der USS Enterprise (NCC-1701) im Jahr 2270.

Verfasser Bearbeiten

Einträge Bearbeiten

Romane: Die Tränen der Sängerα Bearbeiten

  • Folgt

Romane: Coronaα Bearbeiten

Logbuch des Captains, Sternzeit 4380.4
Ich bin noch einmal die Aufzeichnungen durchgegangen und habe mich mit all den Unterlagen befaßt, die uns in bezug auf den kshatriyanischen Vizekommodore Uligbar Dar Zotzchen zur Verfügung stehen. VK Dar Zotzchen ist der letzte bekannte Commander des kshatrianyanischen Bereichs der Neutralen Zone. Wie erwartet machten uns die Romulane bei der kurzen Passage keine Schwierigkeiten. Allerdings ist damit zu rechnen, daß sich die Kshatriyaner nicht annähern so kooperativ verhalten werden – obgleich ihre Föderationsrepräsentanten uns die Erlaubniss gaben einen Teil ihres Hohheitsgebietes zu durchqueren.
Ich hatte zum letztenmal mit Dar Zotzchen zu tun, als ich ein junger und unerfahrener Emissär an Bord der Bonne Homme Richard war und dem Vorsitzenden REgenten Dom Hauk Vertragssoftware brachte. Damals gewann ich folgenden Eindruck von VK Dar Zotzchen: Er ist ein durchtriebener und heimtückischer Hurensohn, dem man nicht über den Weg trauen kann...

  • Sternzeit 4997,54:

Logbuch des Captains, Sternzeit 4997.54
Einige sehr beunruhigende Gedanken gehen mir durch den Kopf, und wenn ich mich an das erinnere, was ich im Black Box-Nebel geschah, entsteht in Gefühl tiefster Verwunderung in mir.
Die Besatzung meines Schiffes, ich selbst – wir alle sind fehlbar und können unter den verschiedensten Umständen versagen. Die Vulkanier sind... Ich wolte gerade sagen: auch nur Menschen. Und ich meine damit, daß ihrer Leistungsfähigkeit ebenfalls Grenzen gesetzt sind. Ich habe mir noch einmal die Aufzeichnung der Aussage Masons angehört, und obwohl ich bezweifle, daß sie uns alles gesagt hat, muß ich ihr meine Anerkennung zollen.
Welche andere Gruppe von Menschen hat jemals ein so ereignisreiches und aufregendes Leben geführt wie die Besatzung dieses Schiffes? Wir haben Dutzende von Abenteuern erlebt, viele fremde Welten gesehen und für einen ruhigen Romantiker wie mich geradezu unvorstellbare Missionen vollbracht.
Manchmal allerdings habe ich den Eindruck ich wäre auch als Pilot eines interplanetaren Shuttles zufrieden gewesen. Dann hätte ich wenigstens nicht mit diesem dumpfen Schmerz leben müssen, der Furcht, daß mich die Pflichten eines Raumschiff-Kommandanten überfordern. Immer wieder grüble ich darüber nach, was ohne das Eingreifen der Monitoren geschehen wäre. Hätte mein Zögern zur Vernichtung der Milchstraße oder gar des ganzen Universums geführt? Lieber Himmel, bei dieser Vorstellung steigt Entsetzen in mir empor... Wer ist in der Lage, einen solchen Test zu bestehen, sich einem derartigen Urteil zu stellen?
Wir leben in einem überaus seltsamen Kosmos: Der Schrei seiner Geburt klingt über die Kluft der Eweigkeit hinweg – und stellte eine enorme Herausforderung dar, für mich, für uns alle.

Romane: Der Entropie-Effektα Bearbeiten

  • Sternzeit 5001,1:

Captains Log: Sternendatum 5001.1
Wir sind jetzt einen Tag von der Erscheinung entfernt, doch die Unruh, die die Enterprise und ihre Crew während der ganzen Zeit ergriffen hat, ist noch nicht wieder gewichen. Sie hat sich sogar eher verstärkt. Wir haben ein Mysterium hinter uns gelassen, ungelöst, um uns einem zweiten zu stellen, von dem wir sogar noch weniger wissen. Der ultimativ vorrangige Befehl habt alle anderen auf. Die Enterprise ist jetzt auf dem Weg zu der Bergbau-Kolonie Aleph Prima und hält absolute Funkstille, wie es der Code verlangt. Ich kann nicht einmal sagen, aus welchem Grund wir von unserem eigentlichen Auftrag abberufen worden sind; ich kann über den Grund dieses Befehls der höchsten Dringlichkeitsstufe nur spekulieren und mich darauf verlassen, daß meine Crew vorbereitet ist...auf was?

Romane: Hort des Lebensα Bearbeiten

  • Sternzeit 5064,4:

Captains Log: Sterndatum 5064.4
Was als ein erholsamer Wissenschaftsauftrag begonnen hatte, erweist sich jetzt als mit einigen Gefahren verbunden – wie ich es hätte erwarten sollen. Jedes Mal, wenn wir in unerforschte, unkartographierte Sektionen der Galaxis vorstoßen, müssen wir mit dem Unerwarteten rechnen und darauf vorbereitet sein. In diesem Fall wußten wir von der Existenz von Schwerkraftanomalien, und sie waren einer der Hauptgründe dafür, daß die Föderation noch keine [Außenposten, Kolonien oder Starbasen im leeren Raum des Saggitarius-Arms gegründet hat. Wir haben bis jetzt keine weiteren Schwekraftanomalien angetroffen, dringen jedoch mit äußerster Vorsicht und sehr langsam zum Innenrand des Orion Arms vor und registrieren ständig Daten. Auf eine gewisse Weise ist diese mögliche Gefahr gut für meine Crew, da sie durch die Routine unruhig und gelangweilt zu werden drohte. Weil diese neue Gefahr die Enterprise mit dem Universum konfrontiert, und nicht mit feindlichen Lebensformen, wie den Klingonen, Romulanern und anderen, mit denen wir uns in der Vergangenheit auseinanderzusetzen hatten, ist sie für uns tatsächlich eine >Erholung<, da sie anders ist und uns Gelegenheit gibt, unseren Verstand mit Kräften der Natur zu messen, und nicht mit den Kräften feindlicher Lebensformen. Natürlich ist sie für Mr. Spock wahrscheinlich am aufregendsten, der mit einer fast manischen Arbeitswut an seinen Sensoren und Computern sitzt, Daten erfaßt und auswertet und sich kaum Zeit zum Essen nimmt. Es ist zehn Wochen her, seit er zum letzten Mal die Brücke verlassen hat. Dr. McCoy scheint diese starke Dauerbelastung Spocks jedoch nicht zu beunruhigen. Er erklärte mir, Vulkanier hätten oft bewiesen, daß sie fähig sind, über lange Perioden zu arbeiten, ohne die von uns als >Ruhe< bezeichneten Unterbrechungen zu benötigen, besonders, wenn die Arbeit ausschließlich Logik und VErstand erfordert, wie es bei Spocks Tätigkeit jetzt der Fall ist.

Captains Log, Nachtrag
Wir hinken zum Orion-Arm zurück. mit Warp-Faktor Eins. Mit Hilfe der sogenannten >Matrizen-Technik< war es Spock un dem Computer gelungen, unseren Standort festzustellen: wir befinden uns etwa dreihundertfünfundsechzig Parsec innerhalb des leeren Raums zwischen den Sagittarius- und Orion-Armen, auf den galaktischen Koordinaten Mark einundzwanzig Komma null-eins, und in einer Entfernung von ungefähr sechzehnhundert Parsec von Starbase Vier. Diese extreme Distanz, und die erheblichen Mengen interstellaren Staubes entlang der galaktischen Ebene am Rand des Orion-Arms erklärt warum es Lieutenant Uhura nicht gelungen ist, Starbase Vier über Subspace-Funk zu erreichen. Commander Spock hatte eine Rohadjustierung des Navigationssystems durchführen können, so daß wir wieder, wenn auch beschränkt, navigationsfähig sind. Die Sensoren haben am Rand ihrer Reichweite eine paar Sterne der Klasse II festgestellt, die in der Leere zwischen den beiden galaktischen Armen verstreut sind, doch wir sind zu weit von ihnen entfernt, um feststellen zu können, ob einer von ihnen Planeten besitzt... Und wir müssen einen Planeten oder Planetoiden finden, um den wir in Orbit gehen können, damit Lieutenant Commander Scott die notwendigen Reparaturen an unserem zweiten Warp-Triebwerk durchführen kann, das völlig funktionsunfähig ist. Seine Reparatur erfordert Materialien, die Scott erst beschaffen muß, um aus ihnen die benötigten Ersatzteile herzustellen. Ohne das weite Warp-Triebwerk wären wir dazu verdammt, vielleicht viel Jahre lang durch den leeren Raum zwischen den beiden galaktischen Armen zu schleichen, bevor es uns gelingt, einen Notruf an eine Außenstelle der Föderation abzuschicken. Andererseits hat der Sprung den regelmäßigen Fluß der Datensendungen an Starbase Vier unterbrochen, so daß man dort wissen muß, daß die Enterprise sich in Schwierigkeiten befindet. Wir können nur hoffen, daß sie ein Such- und Rettungsunternehmen anlaufen lassen; das ist der Grund für meine Anweisung an Lieutenant Uhura, einen Notruf auf allen Frequenzen der Föderation zu senden. Da wir uns jedoch nicht auf Hilfe verlassen können, müssen wir alles uns Mögliche tun, um uns selbst zu helfen, da ich entschlossen bin, die Enterprise nicht aufzugeben, selbst wenn wir einen bewohnbaren Planeten entdecken, doch nicht in der Lage sein sollten, unser Warp-Triebwerk zu reparieren. Wir werden mit den von uns gesammelten Daten nach Hause zurückkehren... und ich werde alles in meiner Macht stehende tun, um dafür zu sorgen, daß es nicht zu lange dauert...

  • Sternzeit 5067,7:

Captains Log: Sterndatum 5067.7
Die Enterprise liegt seit vier Wachen im Standardorbit um diesen Planeten. Sensorüberwachungen deuten auf das Vorhandensein einer Vielfalt von Lebensformen hin, doch läßt sich auf der Oberfläche des Planeten keinerlei Verkehrs-Aktivität erkennen. Es gibt keine Schiffe auf den Meeren, keine Flugzeuge in der Atmosphäre und keine Raumfahrt. Doch können wir Farmen, Dörfer und selbst einige Städte ausmachen – obwohl ich zögere, sie als Städte in unserem Sinne zu bezeichnen. Und es gibt keinerlei Kommunikationsaktivität, weder im elektromagnetischen, noch im Subspace-Bereich. Irgend etwas lebt auf diesem Planeten, irgendeine Spezies, die so weit entwickelt ist, um Transportertechnologie entwickelt zu haben, und die Energiequellen, die für den Betrieb eines solchen Systems nötig sind. Diese Energiequellen haben wir jedoch bis jetzt noch nicht entdecken können; es könnte sich um passive Solar-Typen handeln. Sowohl Lieutenant-Commander Scott als auch Commander Spock sind überzeugt, daß eine Kultur, die Transportertechnologie besitz, in der Lage sein muß, uns bei der Reparatur des Warp-Triebwerkes zu helfen. Falls nicht, so gibt es mit Sicherheit Resourcen, aus denen Scott die von ihm benötigten Rohstoffe entnehmen kann, da nach seinem Bericht eine Reparatur ohne die Herstellung neuer Ersatzteile nicht durchgeführt werden kann... und wir haben keine an Bord. Aus diesem Grund müssen wir die Resourcen dieses Planeten auf die eine oder andere Weise nutzen.
Ich befinde mich jedoch – und das möchte ich hier ausdrücklich festlegen – in einem Dilemma. Wenn es auf diesem Planeten intelligentes Leben geben sollte &ndash worauf alles hinzudeuten scheint, obwohl man unser im Orbit kreisendes Schiff bisher völlig ignoriert hat – stellt sich das Problem, wie wir Kontakt aufnehmen und es Scott ermöglichen sollen, das Schiff zu reparieren, ohne Artikel Eins der Generalorder zu verletzen.
Andererseits besteht durchaus die Möglichkeit, dort eine Kultur vorzufinden, die genug entwickelt ist, um erste diplomatische Beziehungen zwischen der Föderation und ihren politischen Organisationen anzuknüpfen.
Ob wir uns einem Dilemma gegenübersehen werden oder nicht, ist also ungewiß. Spock hat bis zu diesem Zeitpunkt genügend Daten über den Planeten zusammengetragen, um einen ersten Landungstrupp hinabschicken zu können.
Deshalb werde ich beim nächsten Orbit mit einer kleinen Gruppe hinabbeamen. Das ist der einzige Weg, um die Antworten zu erlangen, die wir haben müssen.

  • Sternzeit: unbekannt

Captains Log: Sterndatum unbekannt
Orun brauchte mehrere Stunden, um uns von Mercan zu erzählen. Eine Menge dessen, was er sagte, klang wie Märchen, Legenden und religiöse Gleichnisse, wie sie sie unseren Kindern erzählen. Es gibt Fabeln und Parabeln. Doch Mercan besitzt nicht die große Vielfalt von Geschichten, wie wir sie von der Erde kennen, weil seine Situation absolut einmalig ist: eine einzige planetenweite Kultur mit wenigen regionalen Variationen, da das Transportersystem der Mercanier seit mehreren Generationen besteht. Das hat die planetare Kultur egalisiert... Die Xeno-Soziologen der Föderation werden einige Zeit damit zu tun habe... falls unser Kontakt diese Kultur nicht so grundlegend verändert, daß unsere einzigartige Entdeckung zerstört wird. Ich denke an zwei irdische Kulturen, die so gründlich zerstört wurden, daß praktisch nichts von ihnen übrig blieb: die Mayas und die Karthager. Keiner von uns wagt einen Fehler zu machen, denn wenn das geschähe, sehen wir uns zwei Möglichkeiten gegenüber: entweder werden wir nie die Kooperation der Mercanier zur Reparatur der Enterprise erhalten, un in dem Fall werden diese Informationen hier herumliegen, bis ein anderes Schiff der Föderation diesen Planeten noch einmal entdeckt. Oder unser Zusammenstoß mit dieser Kultur ist so stark, daß sie zerbricht... und ich hätte ein Volk vernichtet, um mein Schiff zu retten...

Captains Log, Nachtrag, Sterndatum unbekannt
Es ist nicht leicht, sich vor den Proktoren zu verbergen. Sie scheinen überall auf der Insel Celerbitan zu sein, unterrichten die Leute von der bevorstehenden Heimsuchung und drängen sie, in die Erhalter zu beamen. Der Erhalter für die Bevölkerung Celerbitans scheint tief unter einem riesigen Ozean, der Sel Ethan heißt, direkt südlich von dieser Inselkette zu liegen. Da wir durch unsere Uniformen und durch unser anderes Aussehen auffällig sind, haben wir uns in ein Gebäude zurückgezogen, das ein großes Lagerhaus zu sein scheint, in dem sich Paletten mit Kisten, Kartons und anderen Warenbehältern befinden. Es liegt in den Hügeln nördlich des Stadtkerns und der Hütervilla. Orun hat vorgeschlagen, daß wir uns mercanische Kleidung besorgen sollten, doch das habe ich abgelehnt, weil es keine Möglichkeit gibt, uns das Aussehen von Mercaniern zu geben, auch nicht durch ihre einfache, lose Kleidung. Wir sind zu klein, als daß man uns für Mercanier halten könnte. Und selbst, wenn uns das gelänge, würde es uns nichts nützen, da die Proktoren versuchen würden, uns in die Erhalter zu bringen... und dort würde man uns bestimmt identifizieren. Wir dürften hier ziemlich sicher sein, da der größte Teil der Bevölkerung in diesem Bezirk bereit evakuiert worden ist. Wasser bekommen wir aus einem Bach, der an diesem Lagerhaus vorbei durch einen subtropischen Hain fließt, also könnten wir es hier eine ganze Weile aushalten. Doch Orun erwartet, daß sich die Techniker vor dem morgigen Sonnenuntergang mit uns in Verbindung setzen werden. Soweit wir wissen, sind uns die Proktoren nicht hierher gefolgt. Unsere Tricorder registrieren in einem Umkreis von einem Kilometer keine Lebensformaktivität, die auf die Anwesenheit von Proktoren hindeuten würde.

Weiterer Nachtrag; bei Sonnenuntergang, einen mercanischen Tag vor dem von den Hütern festgelegten Zeitpunkt des Beginns der Heimsuchung. Wenn man durch die nebelige Meeresluft auf den Horizont blickt, wird klar, daß irgendetwas mit dem Stern passiert. Er weist Sonnenflecken auf, die so groß sind daß man sie mit dem nackten Auge erkennen kann. Selbst durch die dichte Bodenatmosphäre sind gigantische Protuberanzen auszumachen, die aus der Photosphäre rund um die Sonnenscheibe schießen. Ich glaube nicht, daß schon jemand die Kapriolen eines irregulär variablen Sterns der Klasse G aus solcher Nähe beobachtet hat. Ich hoffe, daß Mister Spock eine Menge Daten registriert.

  • Sternzeit 5076,8:

Captains Log: Sterndatum 5076.8
Wir können nicht anderes tun, als auf die Ergebnisse von Spocks Beobachtungen warten.
Ich habe mit den Mercaniern ein kurzen Rundgang durch das Schiff unternommen. Die Generalorder ist ohnehin bereits verletzt worden, und ich hatte auf diese Weise Gelegenheit, etwas mehr über den technologischen Entwicklungsstand dieses isoliert lebenden Volkes in Erfahrung zu bringen. Ich fühle mich ermutigt, doch die Mercanier lernen vielleicht mehr über uns, als wir über sie.
Sobald Thallan erkannte, was Spock tat, begannen er und Othol sofort, mit ihm zu kooperieren und wurden zu einer unerwarteten Informationsquelle über zurückliegende Heimsuchungen und das Verhalten von Mercaniad – zusätzliches Material für den Bibliothekscomputer.
Ich hatte nicht erwartet, daß Orun genügend physikalisches Wissen besäße, um für Commander Scott nützlich zu sein... doch er hatte es. Orun ist jetzt unten im Maschinendeck bei Commander Scott und erklärt ihm Details über die Natur der von Mercaniad ausgehenden Strahlung, damit die Abschirmung entsprechend selektiv adjustiert werden kann, um nur die intenstivsten Teile des Spektrums abzuwehren und dadurch Energie einzusparen. Delin ist im Bordlazarett und assistiert Dr. McCoy im Laboratorium bei einer kompletten biologischen Analyse der Mercanier, für die sie auch eigene Blut- und Gewebeproben zur Verfügung stellte. Für McCoy bedeutet diese Hilfe eine erhebliche Zeitersparnis.
Diese Mitglieder der Technikergruppe von Mercan sind intellektuell brillante Leute, und ich würde mir keine Sorgen über die Generalorder machen, und auch nicht über die Möglichkeit, Mercan in die Föderation zu bringen, wenn ich die Gewißheit hätte, daß alle Mercanier von ihrer intellektuellen Qualität wären. Diese vier stehen in vielen Gebieten der Wissenschaft und Technologie auf unserem Niveau, wenn auch von einem völlig anderen Gesichtspunkt oder Ansatzpunkt aus, was durch ihre Isolierung verständlich ist.
Ich weiß jedoch, daß nicht alle Mercanier so sind wie diese vier Techniker. Nachdem ich mich mit Pallar und seiner Hüter-Gruppe auseinandersetzen mußte, gestehe ich offen, mich einem Problem gegenüberzusehen, für das ich keine Lösung sehe, noch viel weniger einen Weg, der zu einer Lösung führt. Es hat den Anschein, als ob die Hüter ihr Dogma, auf dem einzigen Hort des Lebens im ganzen Universum zu leben, nicht aufzugeben gedenken. Wenn diese vier Techniker mit dem hier angesammelten Wissen nach Mercan zurückgehen, mögen sie sich stark genug fühlen, einen Umsturzversuch gegen die Hüter zu unternehmen. Falls es dazu kommen sollte, hätte ich einen planetenweiten Bürgerkrieg ausgelöst... und müßte in einem solchen Fall die volle Verantwortung dafür übernehmen.
Ein großes Problem ist Proktor Lenos, der sich seit dem Betreten der Enterprise in einem Schockzustand zu befinden scheint.
Tatsächlich könnte das von Lenos geführte Proktorat, oder sogar Lenos selbst, zu meinem größten Problem werden. Er ist alles andere als dumm. Es ist durchaus denkbar, daß er sich von der Realität der Enterprise überzeugt, und damit von den kleinen Fehlern in dem Kodex, dessen Befolgung sein Aufgabe ist. Welche Richtung wird er einschlagen, wenn er aus seinem Schockzustand erwacht, und in welche Richtung könnte er das Proktorat führen?
Diese Punkte sollten als reine Spekulation betrachtet werden, die ich meinem Bericht lediglich hinzufüge, um die Entwicklung meiner Gedankengänge zu schildern, während wir auf eine offensichtlich unvermeidbare Konfrontation zutreiben, die zweifellos eine drastische Veränderung in der Kultur Mercans hervorbringen wird.
Ich habe unzureichende Daten, um zu diesem Zeitpunkt etwas unternehmen zu können. In der Tat, ich habe unzureichende Daten, um irgend etwas tun zu können und muß darauf warten, daß Mister Spock sich meldet...

  • Sternzeit 5077,5:

Captains Log: Sterndatum 5077.5
Es soll hier festgehalten werden, daß der Versuch, den irreguläre variablen Stern der Klasse G, der hier Mercaniad genannt wird, zu stabilisieren, von Commander Spock, Erster Offizier und Wissenschafts-Offizier, sowohl konzipiert als auch durchgeführt worden ist. Die Erfolgschancen waren äußert gering, und die Operation wurde mit meinem vollen Einverständnis un in meiner vollen Kenntnis aller möglichen Folgen durchgeführt, einschließlich derer, die ein Erfolg nach sich ziehen würde. Die kompetente Hilfe und willige Kooperation dreier humanoider Bewohner Mercans und Mitgliedern seiner Techniker-Gruppe – Thallan, Othol und Orun – waren bei der Durchführung des Plans von vitaler Bedeutung, weil sie viele Lanzeitwerte über Mercaniad beisteuerten, die sowohl Spock als auch dem Computer nicht zur Verfügung standen. Das Verhalten Mercaniads während des Ausbruchs, von den Mercaniern >Heimsuchung< genannt, wurde von diesem mercanianischen Experten ebenfalls detailliert beschrieben.
Obwohl der Plan von Spock allein konzipiert und durchgeführt wurde, geschah alles mit meinem vollen Einverständnis, und ich übernehme die volle Verantwortung für alle Konsequenzen, die daraus entstehen mögen.
Seit der Detonation der Photonen-Torpedos im Kern Mercaniads wird der Stern ständig überwacht, und die Beobachtung hat erwiesen, daß Spocks erste Schlußfolgerungen richtig waren. Der Stern stabilisiert sich sehr rasch zu einem Typ, der anscheinend der normalen Klasse Go entspricht und alle Charakteristika eines stabilen Sterns der Klasse G in unserem Sektor der Galaxis aufweist. Die Emission von Hyper-Berthold-Strahlen ist praktisch auf Null abgefallen; komplette Daten über dieses bisher noch nicht beobachtete Phänomen ist zur späteren Analyse und Interpretation durch Stellar-Spezialisten der Föderation im Bibliothekscomputer gespeichert worden.
Die Stabilisierung Mercaniads wird jedoch unweigerlich zu einer Destabilisierung dieser humanoiden Zivilisation führen. Wir haben vorsätzlich astronomische Irregularität zerstört, auf der ihre Kultur begründet war. Unter den gegebenen Umständen gab es für mich keine Alternativen zu der getroffenen Maßnahme, um die Enterprise und ihre Crew vor dem sicheren Untergang zu retten. Aus diesem Grund habe ich es in vollem Bewußtsein aller Konsequenzen auf mich genommen, offen und vorsätzlich gegen die Generalorder Nummer eins zu verstoßen, wobei mir von Anfang an klar war, daß jede Stabilistierung dieses Sterns Kultur und Lebensstil der humanoiden Bevölkerung Mercans unwiderruflich verändern würde.
Über die dadurch notwendig gewordenen nächsten Schritte bin ich mir zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht klar. Ich habe an Bord der Enterprise Repräsentanten von zwei der drei politischen und gesellschaftlichen Gruppen der mercanischen Zivilisation: den Ersten Proktor Lenos und den Techniker-Führer Thallan. Es erscheint mir wichtig, ein Treffen zwischen den Hütern, den Proktoren und den Technikern einzuberufen, in der Hoffnung, ihnen dabei helfen zu können, von sich aus eine stabile Neuordnung auf dem Planeten zu schaffen, nachdem das Druckmittel der Hüter, mit dessen Hilfe sie bisher ihre Machtposition erhalten konnten, ganz und für immer verschwunden ist: das Geheimnis der Heimsuchung, die Fähigkeit der Hüter, einen bevorstehenden Ausbruch Mercaniads genau vorauszusagen.
Mercaniad wird keine Heimsuchungen mehr hervorrufen, und das ist auf unser Eingreifen zurückzuführen.
Obwohl es mir gelungen ist, die Enterprise und ihre Crew zu retten, sehe ich mich jetzt gezwungen, mir die Frage zu stellen: wozu habe ich sie gerettet?
Die mercanische Wissenschaft und Technologie sind bestimmt auf einem Stand, daß Lieutenant Commander Scott und sein technisches Personal die Hilfe erhält, die notwendig ist, um das Warp-Triebwerk zu reparieren. Aber werden die Mercanier uns helfen? Oder werden sie alle ihre Kenntnisse und Energien einem planetenweiten Bürgerkrieg zuwenden, für dessen Ausbruch meine Entscheidungen und Aktionen verantwortlich wären?

  • Sternzeit 5079,3:

Captains Log: Sterndatum 5079.3
Der Plan der Treffen, den Mister Spock, Dr. McCoy, Miister Scott und ich ausgearbeitet haben, könnte trotz alle zum Ziel führen. Die Unterredung mit den vier Technikern hat mich sehr ermutigt... doch ich muß mich ständig daran erinnern, daß dies die positivste der drei mercanischen Gruppen ist, mit denen wir uns auseinanderzusetzen haben. Die Techniker werden uns unsere Aufgabe sehr erleichtern, auch wenn sie eigentlich dagegen sind, den Hütern in der neuen Ordnung irgendeine Stellung einzuräumen; die vier Techniker, die hier an Bord sind, vertreten die Ansicht, daß die Funktion der Hüter überflüssig geworden ist und die Techniker jetzt den Mantel der Semi-Priesterschaft übernehmen sollten. Aber Thallan und die drei anderen müssen noch alles, was sie während des Meetings sahen und hörten, durchdenken und besprechen... und sie sind nicht dumm. Alle vier haben während unserer Vorführungen und Referate pausenlos Notizen gemacht. Thallan möchte auf den Planeten zurückkehren, aber ich werde keinen von ihnen von Bord lassen, bevor wir mit den Hütern gesprochen haben... der schwierigste der drei Gruppen, mit denen wir es zu tun haben.
Ich tue alles, was in meinen Kräften steht, um nicht die Rolle eines Eroberers zu spielen, indem ich diese Leute in irgendeine Richtung zu drängen versuche. Sie müssen ihre Meinungsverschiedenheiten unter sich lösen. Keiner von uns weiß genug über die Zivilisation Mercans, um seiner Bevölkerung ein lebensfähiges Ordnungssystem aufzuzwingen, das funktionieren würde, und noch weniger eins, das dauerhaft genug wäre, um einen planetaren Bürgerkrieg zu verhindern. Das einzige, was ich unbedingt tun muß, ist ihnen immer wieder einzuhämmern, zu Kompromissen zu gelangen und Übereinstimmung zu erreichen. Das ist der Grund dafür, daß diese Treffen an Bord der Enterprise stattfinden werden, wo eine Fraktion, die entmutigt oder enttäuscht werden sollte, nicht einfach hinausstürmen und diesen Bürgerkrieg entfesseln kann. Um das zu verhindern, lasse ich sie nicht vom Schiff. Ich muß dafür sorgen, daß eine Lösung gefunden wird... oder es wird sehr lange dauern, bis Star Fleet Gelegenheit findet, diese Aufzeichnung zu hören...

  • Sternzeit 5080,7:

Captains Log: Sterndatum 5080.7
In wenigen Minuten werde ich mit einem Landungstrupp auf die Insel-Stadt Celerbitan und zur Hüter-Villa auf Mercan, dem Hort des Lebens, beamen. Dies ist die kritischste Phase unseres Versuchs, die Zivilisation Mercans zu stabilisieren.
Unser Treffen mit der von Thallan geführten Techniker-Gruppe hat gezeigt, daß ihre Technologie weit entwickelt ist und auf der Basis reicher Vorkommen von Eisen, Aluminium und Kupfer beruht, die auf oder dicht unter der Oberfläche des Planeten liegen; außerdem gibt es ergiebige Adern hochwertiger Erze in der Tiefe der Planetenhülle, wo die Mercanier vor vielen Generationen ihre Erhalter angelegt haben. Diese Erzlager sind relativ ungestört geblieben, da Mercan ein tektonisch stabiler Planet ist, dessen Kontinentalplatten sich kaum bewegen. Es ist deshalb für die Mercanier leicht gewesen, eine auf Eisen gegründete Technologie zu entwickeln, wie man sie auf fast allen von Humanoiden bewohnen Planeten des M-Typs findet.
Obwohl die Mercanier viel von der älteren Technologie verloren haben, seit ihr Transportersystem in Gebrauch kam, ist mein Ingenieuroffizier der Ansich, daß die Techniker die erforderliche Technologie auf den Gebieten der Metallurgie, sowie das notwendige Know-how der Materie-Antimaterie-Wissenschaft besitzen, um uns die benötigten Rohmaterialien und nach Scotts Angaben gefertigten Teile zu liefern, obwohl die Mercanier noch keine Antimaterie Warp-Triebwerke besitzen. Es war auch nicht zu erwarten, daß sie ihre Technologie auf die Raumfahrt ausrichten. Sie haben Antimaterie-Technologie als Energiequelle für ihr Transportersystem entwickelt.
Während unseres Gesprächs mit den Mitgliedern der Technikergruppe haben wir auch erfahren, daß Mercan reich an den Grundmaterialien für ein Antimaterie-Energie-System ist. Die Mercanier nennen die Substanz >Vitaliar<, doch Scott hat festgestellt, daß es sich um eine Legierung mehrerer Elemente des Materie-Antimaterie-Systems handelt. Es gibt auch Vorkommen von Dilithium]-Kristallen auf dem Planeten, allerdings von eringerer Qualität, die nicht die von uns benötigten Wirkungsgrade erreichen... aber es gibt eine Menge davon, und nach einiger Modifikation werden wir sie hoffentlich verwenden können. Scott beschäftigt sich gerade mit dieser Angelegenheit, für den Fall daß wir zusätzliche Dilithium-Kristalle für die Rückreise brauchen sollten.
Es wäre uns vielleicht möglich, die erforderlichen Reparaturen auch ohne die Hüter und ohne die Restabilisierung einer destabilisierten Zivilisation auf Mercan durchzuführen. Doch dann würden wir nur uns selbst retten und einen Trümmerhaufen zurücklassen. Mit der Technologie, die die Mercanier besitzen, besteht die Gefahr, daß wir nichts mehr vorfinden, wenn wir zurückkehren, und ich bin sicher, daß die Föderation diplomatische Beziehungen zu diesem Planeten herstellen, vielleicht sogar eine Mitgliedschaft in der Föderation anbieten möchte. Mercan befindet sich in einer strategisch wichtigen Position auf der Route zukünftiger Forschungs- und Kolonisierungsrouten in dem uns vertraglich zugesprochenen Sektor der Galaxis im Sagitarrius-Arm. Außerdem befinden sich hier wertvolle Bodenschätze; selbst die recht minderwertigen Dilithium-Kristalle besitzen einen Wert für kommerzielle Starships, die nicht mit den hohen Warp-Geschwindigkeiten der Star-Fleet-Schiffe operieren.
Und schließlich ist damit zu rechnen, daß die Klingonen in weniger als einem Jahrhundert so weit in das Zentrum der Galaxis vorstoßen, und falls Mercan dann nicht zur Föderation gehören sollte, werden die Klingonen hier wirklich als Eroberer auftreten...falls sie außer ihrer Flottenbasis überhaupt etwas zurücklassen sollte.
ICh möchte meine Gedanken festhalten, bevor ich auf den Planeten beame, weil das vor uns liegende Unternehmen äußerst kritisch ist und ich diese Aufzeichnung zurück lassen will, falls irgend etwas geschehen sollte.
Doch werden wir diesmal als Kampfgruppe auf den Planeten gehen. Lieutenant Commander Scott hat während meiner Abwesenheit das Kommando über das Schiff. Mein Landungstrupp wird aus Mister Spock, Dr. McCoy, Lieutenant Sulu und sieben unserer besten Sicherheitsleute unter dem Kommando von Lieutenant Sulu bestehen. Ich habe vor, Pallar und die führenden Hüter dazu zu überreden, sich an Bord des Schiffes beamen zu lassen. Ich habe den Ersten Proktor Lenos als Geisel, falls ich ein Druckmittel benötigen sollte. Ich würde dies allerdings gerne vermeiden, da er die Situation zu verstehen scheint und bereite ist – wenn auch widerwillig –, mit den Technikern und den Hütern an Bord der Enterprise zu verhandeln. Falls Pallar Lenos seinem Schicksal überlassen sollte, werden wir Pallar gewaltsam an Bord bringen. Vielleicht müssen wir dabei ein paar Proktoren und sogar ein paar Hüter betäuben.
Ich bin bereit, physische Gewalt einzusetzen, um die Hüter zur Konferenz zu bringen. Wir haben zu viel zu verlieren...

  • Sternzeit 5081,3:

Captains Log: Sterndatum 5081,3
Alle drei Gruppen befinden sich jetzt an Bord des Schiffes, obwohl noch immer voneinander getrennt. Wir wissen, daß sie die neue Situation untereinander diskutieren. Thallan hat gebeten, nach Mercan zu beamen, und sich mit anderen Führern der Techniker abzusprechen. Ich habe ihm die Erlaubnis dazu erteilt, allerdings Orun und Sulu als Begleiter mitgeschickt. Der Erste Proktor Lenos besitzt augenscheinlich innerhalb des Proktorats absolute Autorität, die Entscheidungen zu treffen, die er für richtig hält, was bei einer paramilitärischen Organisation verständlich ist. Die Hüter haben nicht gebeten, zu Konsultationen mit anderen Mitgliedern ihrer Gruppe auf den Planeten gebeten zu werden. Anscheinend haben wir mit den von uns bestimmten Hütern die richtige Wahl getroffen: Sie sind die wirklichen Führer der Hüter-Organisation.
Ich habe jede der drei Gruppen gebeten, mich zu benachrichtigen, wenn sie bereit sind, sich mit den beiden anderen zu treffen. Ich habe keine Frist dafür festgelegt. Wenn es sich jedoch über mehrere Tage hinziehen sollte, werden wir sie ein wenig unter Druck setzten, um dieses Treffen zustandezubringen. Ich möchte jedoch, daß jede der drei Gruppen ihre eigene Position feststellt und dabei ihre eigene Logik und ihre eigenen Kenntnisse zur Analyse ihrer Stellung innerhalb der mercanischen Kultur zur Anwendung bringt.
Spock hat mir dazu geraten, da er diesen Weg für den besten hält. Er hat dabei die Geschichte mehrerer anderer Planeten als Präzedenz angeführt.
Zusatz: Ich möchte an dieser Stelle eine besondere Belobigung für Lieutenant Commander Spock und Dr. Leonard McCoy aussprechen. Spock hat trotz einer schweren Verwundung seiner Hand durch die Kugel eines Proktors außergewöhnlichen Mut bewiesen: er war trotz äußerst starker Schmerzen bereit, weiterzukämpfen. Dr. McCoy ist Spock sofort und kompetent trotz Beschuß zu Hilfe gekommen und hat in einer siebenstündigen Operation seine zerschmetterte rechte Hand rekonstruiert, eine Leistung die außergewöhnlich großes Wissen auf dem Gebiet vulkan-humaner Physiologie und ebenso außergewöhnliches chirurgisches Können erfordert. Spock ist inzwischen wieder dienstfähig, wenn auch seine rechte Hand mit Plastiskin bedeckt ist, um den Heilprozeß zu beschleunigen.
Zur Zeit können wir nichts weiter tun, als warten, bis die Mercanier die von uns gelieferten Informationen und Daten über die Föderation und die ihnen offenstehenden Wege zur Reorganisation ihrer Kultur verarbeitet haben. Im Augenblick ist Zeit kein kritischer Faktor. Falls jedoch die Nachricht von der Stabilisierung Mercaniads durch die auf dem Planeten verbliebenen Hüter oder durch die Techniker, die sie bereits erkannt haben mögen, zur Bevölkerung durchsickern sollte, könnten wir uns einer Situation gegenübersehen, in der Zeit eine überragende Rolle spielt. Ich hoffe, daß dies nicht geschehen wird. Es wäre weitaus besser, wenn die Reorganisationskonferenz an Bord der Enterprise ohne den Druck eines drohenden Bürgerkrieges ablaufen würde...

  • Sternzeit 5099,5

Captains Log: Sterndatum 5099,5
Es scheint unglaublich, daß wir es in zehn kurzen Tagen geschafft haben. Man hat fünfundfünfzig Delegierte und einhundertzwanzig Tage benötigt, um im Jahr 1787 die Verfassung der Vereinigten Staaten von Amerika zustande zu bringen... und selbst die waren ein recht unvollkommenes Dokument, das mehrere Jahrhunderte lang immer wieder geändert und ergänzt werden mußte. Und man brauchte über hundert Delegierte, assistiert von einigen tausend Helfern, und fast zwei Jahre, um in Babel die Artikel des Föderationsabkommens abzufassen, einschließlich der Zusatzparagraphen zur Regulierung des interplanetaren Handels.
Doch es gelang zwölf Mercaniern, assistiert von vier Offizieren der Star Fleet, einem Kadetten und dem Bibliothekscomputer der USS Enterprise, in einem Zeitraum von nur zehn Tagen, ein Dokument zu entwerfen, das die Mercanier stolz das >Enterprise-Abkommen< nennen.
Wie gut ist es? Wie lange wird es halten? Ich wünschte, ich wüßte die Antwort darauf.
Im Gegensatz zu den Menschen, die die Verfassung der Vereinigten Staaten schufen, stand uns das gesamte Wissen über das bekannte Universum jederzeit abrufbereit zur Verfügung. Im Gegensatz zu den Teilnehmern der Konferenz zu Babel ging es hier nur um einen Planeten mit nicht mehr als drei Machtgruppen.
Vielleicht ist es trotz allem kein voreilig getroffenes Übereinkommen. Vielleicht wird es von Dauer sein. Doch das müssen die Mercanier selbst herausfinden, denn sie waren es schließlich, die das Enterprise-Abkommen aufgestellt und signiert haben, und sie waren es auch, die geschworen haben, sich daran zu halten. Scott, Spock, McCoy und ich haben lediglich beratender Funktion dabei mitgewirkt, und vor allem die Informationen über die Geschichte der zur Föderation gehörenden Planeten beigesteuert, um die die Mercanier uns baten.
Das Abkommen ist alles andere als einfach. Schließlich ist die mercanische Kultur nicht einfach. Während unseres kurzen Aufenthalts hier haben wir nicht einmal begonnen, sie zu verstehen, gar nicht davon zu sprechen, sie zu erleben. Zum Beispiel: Die Mercanier besitzen eine hochentwickelte Unterhaltungskunst. Sie haben ein ebenso hoch entwickeltes Bildungssystem, doch wir haben nichts davon gesehen, da wir zu beschäftigt waren; es muß jedoch ein gutes System sein, da es die Bürger in einer komplexen, planetenweiten Kultur unterrichtet, das von dem billigen und jederzeit verfügbaren Transportersystem zusammengehalten wird. Mercan ist etwa so, wie die Erde sein könnte, wenn das Reisen so einfach geworden wäre wie die Kommunikation.
Die Crux des Problems war das Zurückgehen zu den Wurzeln des Systems, das wir bei unserem Eintreffen hier vorgefunden hatten. Eine genau Analyse werde ich den Xeno-Soziologen und Anthropologen überlassen, die uns sicher bald hierher folgen werden. Es ist jedoch recht einfach und geht auf die grundsätzliche Definition einer Gesellschaftsform zurück, etwas das wir auf der Erde viele Jahrhunderte kannten, bevor es zu einer Wissenschaft entwickelt wurde, als uns die ersten Raumkolonien die Möglichkeit gaben, Gesellschaftssysteme isoliert zu erforschen. In jeder Gesellschaftsordnung gibt das Individuum einige Grundrechte auf, um an der größeren Sicherheit der Gruppe teilhaben zu können. Das erfordert einige Veränderungen individuellen Verhaltens, und auch die Möglichkeiten, ein unwilliges Individuum zu der richtigen Verhaltensnorm zu zwingen. Das wiederum erfordert Gesetze, Regeln, Vorschriften, und einen Verhaltenskodex. Ich lebe unter einer ganzen Reihe solcher Beschränkungen und spüre sie nicht einmal. Die Mercanier haben so lange sie zurückdenken können unter ähnlichen Bedingungen gelebt.
Als Mercanier erkannten, daß das Ende der Heimsuchungen nicht eine völlige Abänderung ihrer Gesellschaftsordnung erforderte, sondern lediglich eine Anpassung der bereits bestehenden, war alles relativ einfach, wie mein Erster Offizier, Mister Spock, feststellte, der das Ergebnis bereits zu seiner logischen Zufriedenheit analysiert hat.
Sobald die Heimsuchung nicht länger ein Faktor des mercanischen Lebens war, stellte keine der drei Gruppen mehr eine Herausforderung oder Bedrohung für die beiden anderen dar.
Die Hüter waren lediglich die Hüter der Gesetze Mercans. Es war bedauerlich, daß ihre Urahnen, die zu jener Zeit die Intelligenz Mercans darstellten, auch die Geheimnisse Mercaniads entdeckten, wodurch sie in die Lage versetzt wurden, die Heimsuchung vorauszusagen. Dies verlieh den Hütern ihre unverhältnismäßig starke Machtposition; von da an waren sie es, die den Verhaltenskodex zwischen den Mercaniern und ihren verschiedenen Institutionen festlegten und interpretierten. Sobald die Hüter das begriffen, wurden sie zur de facto Regierung des Hortes... was sie eigentlich schon immer gewesen waren. Unter den Bestimmungen des Abkommens werden sie jetzt die Zahl ihrer Mitglieder erhöhen. Sie glaube, das durch entsprechende Prüfungen erreichen zu können, nachdem sie gelernt haben, wie bei uns Juristen ausgebildet und dann durch ein Examen zur Rechtspraxis zugelassen werden. Wir werden sehen, wie das bei den Mercaniern funktioniert...
Das Proktorat stellt die Organisiation dar, welche die Einhaltung der Regeln gesellschaftlichen Verhaltens überwacht und durchsetzt. Anderswo mag sie als Polizei, Militär, Wächter oder Star Fleet bezeichnet werden. Nach dem Enterprise-Abkommen besteht keine Notwendigkeit, irgendwelche Veränderungen einzuführen, da das Proktorat bereits seine eigenen Methoden besitzt, neue Mitglieder auszuwählen, auszubilden und aufzunehmen. Ich habe keinerlei Bedenken, daß das Proktorat die Macht ergreifen könnte, vor allem, wie Lenos offen zugab, weil sie seit langer Zeit nicht kämpfen mußten, da der code duello ein wirksames Ventil für Aggressionen darstellt, und zwar für beide Geschlechter. (Ich glaube, noch nicht erwähnt zu haben, daß auch die mercanischen Frauen, Delin eingeschlossen, Seitenwaffen tragen, und daß die Mercanier ihre Frauen zwar auch beschützen, jedoch keinen Kavalierskodex besitzen wie die Menschen der Erde.) Ich weiß, aus welchem Grund Lenos und seine Proktoren Spock zu ihrem Berater gewählt haben: gleich den Proktoren ist Spock im Grunde genommen ein sehr gewalttätiger Mann, der seine Gefühle nur unter strenger Kontrolle hält und den Kampf nicht mag... außer während der vulkanischen Periode des pon Farr, wenn Spock, wie ich es selbst erlebt habe, wirklich gewalttätig werden kann. Und in gewisser Weise glaube ich die Proktoren zu verstehen. Der Beruf eines Militärs ist ein wenig schizophren, weil seine Vertreter sich sträuben, die Aktivitäten ihres Berufs auszuüben.
Die Techniker, die sich in der Rolle der politischen Retter des Hortes sahen, entdeckten, als die Karten auf dem Tisch lagen, daß sie diesen Job überhaupt nicht haben wollten, weil ihr Interesse lediglich Dingen galt, nicht Leuten. Das trifft allerdings nicht auf alle Mitglieder der Techniker-Organisation zu, da diejenigen von ihnen, die am heftigsten gegen die Hüter opponierten, wahrscheinlich sehr gute Hüter geworden wären, obwohl sie Rebellen waren. Die Techniker fürchteten sich vor den Hütern, die ihrerseits Furcht vor den Technikern hatten. Schließlich entdeckten die Techniker Dinge, die nicht das Dogma der Hüter paßten; die Hüter befürchteten, daß das Wissen der Techniker Position als >Bewahrer des Glaubens< untergraben könnte, also bekämpften und unterdrückten sie die Techniker. Jede der beiden Gruppen stellte eine Bedrohung für die andere dar. Bei der Stabilisierung Mercaniads und der Beseitigung der Heimsuchung waren wir uns nicht darüber im klaren, daß wir mit der Beseitigung dieser Gefahr auch einen Faktor des mercanischen Lebens eliminierten. Die Techniker wissen jetzt, daß sie alles erforschen dürfen, was sie interessiert, wissen jedoch auch, daß diese Freiheit der Forschung mit sich bringt, alle Erfahrungen offenzulegen, besonders den Hütern, die ihrerseits erkannt haben, daß sie die Kodizes und Regeln auf der Basis neuer Informationen, die sie von den Technikern erhalten, modifizieren müssen.
Ich glaube und hoffe, daß diese Gesellschaftsform stabil ist. Aber ich bin dessen nicht sicher. Das Enterprise-Abkommen enthält mehrere Absicherungs- und Ausgleichsbestimmungen, und eine der wichtigsten davon ist die Bereitschaft der Mercanier, die Artikel der Föderation anzuerkennen.
Jetzt, endlich, können wir damit beginnen, die Enterprise wieder in Schuß zu bringen, um zum Orion-Arm zurückzukehren. Doch ich kann dabei nichts weiter tun, als Scott über die Schulter zu blicken und zu versuchen, möglicherweise auftretende diplomatische Probleme zu glätten...

TOS Kurzgeschichte: Star Trek: The New Voyages 2en - The Patient Parasitesen Bearbeiten

  • Sternzeit 5459,4:

Romane: Das Faustpfand der Klingonenα Bearbeiten

  • Sternzeit 5960,2:

Captains Logbuch: Sternzeit 5960.2: Wir haben festegstellt, daß es tatsächlich einen Überlebenden des Erdbebens auf Shermans Planet gint: Agrikultur-Spezialistin Czerny. Sie wurde vom klingonischen Kommandanten Kang festgenommen. Wir sind iinzwishcen zu Shermans Planet zurückgekehrt, um die landwirtschaftlichen Arbeit fortzusetzen und den klingonischen Stützpunkt zu überwachen, während wir auf eine Antwort der Organianer warten.

Romane: Schwarzes Feuerα Bearbeiten

  • Sternzeit 6205,7:

Captain's Logbuch. Sterndatum 6205.7
James T. Kirk, Captain. Ich bin an Bord zurückgekehrt.

TOS Kurzgeschichte: Mudd's Angelsen - The Business, As Usual, During Altercationsen Bearbeiten

  • Sternzeit 6273,6:

Romane: The Rise and Fall of Khan Noonien Singh, Volume 1α Bearbeiten

  • Sternzeit 7004,1:

The Rise and Fall of Khan Noonien Singh, Volume 2en Bearbeiten

  • Folgt

The Rings of Timeen Bearbeiten

  • Sternzeit 7103,4:

Romane: Sohn der Vergangenheitα Bearbeiten

  • Sternzeit 7340,37:

Logbuch des Captains – 7340.37
Wir sind noch immer auf Alarmstufe Gelb und warten auf die Ankunft sowohl der romulanischen Flotte als auch der Verstärkung von Starfleet. Innerhalb der nächsten zwölf Stunden muß es mir unbedingt gelingen sicherzustellen, daß die Zeitpforte nicht von Unbefugten benutzt werden kann. Wenn das unmöglich ist, bleibt mir nichts anderes übrig, als Gateway zu vernichten. Die einzige eventuelle Lösung des Problemes, die mir bisher in den Sinn gekommen ist, macht es erforderlich, die Allgemeine Order Neun zu brechen, aber in dieser Hinsicht habe ich kaum eine Wahl. Kirk Ende.

Star Trek: Legacyα Bearbeiten

  • Folgt



Externe Links Bearbeiten

Logbuch der USS Enterprise (NCC-1701) (2270) in der Memory Alpha

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